„Es ist nemlich ein Unterschied, ob jener Bildungstrieb blind wirkt, oder mit Bewusstseyn, ob er weiss, woraus er hervorgieng und wohin er strebt. Denn diss ist der einzige Fehler der Menschen, dass ihr Bildungstrieb sich verirrt, eine falsche, überhaupt unwürdige Richtung nimmt, oder doch seine eigentümliche Stelle verfehlt, oder, wenn er diese gefunden hat, auf halbem Wege, bei den Mitteln, die ihn zu seinem Zweck führen sollten, stehen bleibt. Dass dieses in hohem Grade weniger geschehe, wird dadurch gesichert, dass wir wissen, wovon und worauf jener Bildungstrieb überhaupt ausgehe, dass wir die wesentlichsten Richtungen kennen, in denen er seinem Ziele entgegengeht, dass uns auch die Umwege oder Abwege, die er nehmen kann, nicht unbekannt sind, dass wir alles, was vor und um uns aus jenem Triebe hervorgegangen ist, betrachten aus als aus dem gemeinschaftlichen ursprünglichen Grunde hervorgegangen, woraus er mit seinen Producten überall hervorgeht..." (Hölderlin 3:258)
Dies ist der gebündelte Versuch einer Replik auf: Karl R. Popper, Das Elend des Historizismus, was eine Replik darstellte auf: Karl Marx, Das Elend der Philosophie, was eine Replik darstellte auf: Proudhon, Die Philosophie des Elends
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12.02.2007
Der Weg ist das Ziel
Mag diese Sackgasse uns heutzutage wie auch schon Platon und Aristoteles noch so offensichtlich sein, niemand kann im Voraus wissen, ob beim Durchlaufen einer Sackgasse bis zu ihrem toten Punkt (der sich aber doch praktisch nie erreichen lässt, weil er sich immer weiter ins Unendliche hinausschieben lässt!) unterwegs nicht doch ein paar interessante Ergebnisse unseren Weg kreuzen. In solchem Falle gilt wie im touristischen Normalleben: Der Weg ist das Ziel. Doch ist denn die Wahl eines Weges minder problematisch als die Wahl eines Ziels? Hilft uns beim Wohin, wenn wir das Woher wissen?
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